Melges 32 WM

Der Weg führt in die richtige Richtung, aber noch ist es ein gutes Stückchen Strecke bis zum Ziel. Bei der Weltmeisterschaft der Melges32 vor Mallorca segelte die deutsche „IMMAC Fram“ unter 29 Teams auf den 23. Platz. Mit zwei Top-Ten-Platzierungen in den acht Rennen zeigte die Crew um Steuermann Christian Soyka (SV Itzehoe) zwar ihr Potenzial, hatte aber nicht die genügende Konstanz, um sich im Mittelfeld festzusetzen. Weltmeister wurde William Douglass (USA) auf der „Goombay Smash“. 
„Wir sind durchaus zufrieden, da wir in dieser Saison stets Fortschritte gemacht haben und vor Mallorca auch wichtige Daten sammeln konnten, um für künftige Aufgaben gerüstet zu sein“, sagte Soyka, der sich im Laufe der WM-Woche über einen sechsten und siebten Platz im Feld der Profi-Crews freuen durfte. „Da haben wir den richtigen Trimm gefunden, und dann lief auch alles.“ Allerdings musste dazu auch der Wind stimmen, denn die neuen Segel liefen nur in einem schmalen Windfenster optimal. So aber brachten andere Wettfahrten kräftig Punkte auf das Konto. Nach einem mäßigen Auftakt kam die „IMMAC Fram“ im dritten Rennen gut in Fahrt, wiederholte diese Performance noch einmal im sechsten Rennen, musste zum Abschluss aber sogar einen letzten Platz verkraften. „Das war natürlich ärgerlich. Da wollten wir einfach zu viel, haben zu sehr auf einen angesagten Winddreher gehofft, der dann nicht kam, und waren auf der falschen Seite“, berichtete Soyka, der in diesem Jahr seinen fünften WM-Titel in der X99-Klasse eingefahren hatte, im Profi-Circuit der Melges32 aber noch Potenzial nach oben hat. „Wir mussten erst einmal lernen, dass in dieser Klasse im Trimm viel mehr auf Windveränderungen reagiert wird. Sobald sich die Windgeschwindigkeit auch nur um zwei Knoten ändert, wird mehr oder weniger Druck auf das Rigg gegeben.“ 
Mit den neuen Erkenntnissen wird nun die Datenbank gefüttert. Und ab November geht es dann bereits in die Vorbereitung auf die kommende Saison. Das Boot ist schon in Barcelona geblieben, mit der Barcelona-Boatshow geht es in eine vierteilige Regattaserie. Dazu hat die „IMMAC Fram“ eine Trainingsgemeinschaft mit dem königlich-spanischen Segelprojekt der „Bribon“ vereinbart.
Für 2012 steht die Teilnahme bei der Audi Melges 32 Serie ab April auf dem Plan. Da die WM im kommenden Jahr in den USA ausgetragen wird, werden Soyka und Crew darauf verzichten, wollen im Oktober 2012 aber bei der Europameisterschaft konkurrenzfähig sein. „Für die kommende Saison benötigen wir aber auch einen größeren Crewpool. Da wir nur Amateure sind, können nicht alle ständig Urlaub nehmen“, so Soyka.

 

Audi Sailing Series 4 Malcesine

Erste Achtungserfolge in der Melges32

Zum Abschluss der Audi Melges 32 Series in Europa ist dem „IMMAC“-Team von Christian Soyka (SV Itzehoe) auf dem Gardasee vor Malcesine zumindest in zwei der sieben Läufe der Sprung ins Vorderfeld gelungen. Zu einer Top-Platzierung im Gesamtklassement reichte es indes noch nicht. Im Feld der 25 Profi-Crews segelte das deutsch-dänische Team auf den 23. Platz. Ein fünfter Rang im vorletzten Rennen, dazu ein 13. im drittletzten zeugen jedoch von einer klar nach oben zeigenden Tendenz.

Die durch die beiden 49er-Segler Julian Ramm und Oliver Lewin ergänzte Crew begann die Serie auf dem Gardasee verheißungsvoll mit einem 17. Platz, musste dann aber einige Rückschläge mit Platzierungen in den Zwanziger einstecken, bevor sie zu großer Form auflief und sich mit den Plätzen 13 und fünf nach vorn schob. Ein 21. Platz zum Abschluss machte die Hoffnung allerdings zunichte, sich insgesamt unter den Top-20 zu positionieren. Dennoch ist der Abstand nach vorn kleiner geworden. Sieger des Events auf dem Gardasee wurde die US-amerikanische Crew von Jason Carrol vor einer großen italienischen Armada. Auf Platz 16 platzierte sich die deutsche Mannschaft von Wolfgang Stolz.

Fotos vom Gardasee

 

 

 

 

Audi Sailing Series 2 Scarlino

Es gibt nicht mehr viele deutsche Eigner, die sich trauen, in der ersten Liga des Segelsports mitzuspielen. Die gute alte Welt des Admirals Cup ist längst vergangen. Und dennoch lassen sich einige Hartgesottene auf den Wettkampf mit den Besten ein.

Darunter ist Investmentbanker Wolfgang Stolz. Nach einigen Jahren in der Farr 40 Klasse ist er nun zur angesagten Melges 32 Klasse gewechselt, die ebenfalls nach dem Owner Driver-Prinzip funktioniert.

Hier muss er besonders gegen die starken Italiener bestehen, die wie auch in der Melges 24 die Vorherrschaft in Europa inne haben. Bei der ersten Regatta in Scarlino bei Elba gelang der Saisoneinstieg allerdings noch nicht wie gewünscht.

Mit dem dänischen Profi Taktiker Jesper Radich kam er im Feld der 21 Yachten allerdings noch nicht über einen 17.Platz hinaus. Es gelang ein vierter Platz, aber zwei 20. machten die Serie zunichte.

Premiere hatte Christian Soyka mit seinem IMMAC Team. Der dreimalige X-99 Weltmeister ist neu in die Klasse eingestiegen und hat das Schiff erst im November übernommen. Es läuft noch nicht alles rund nach nur wenigen Wochen Training im kalten Kiel. Mehr als der 21. Platz war noch nicht drin. Zwei 13. Plätze zum Abschluss der Serie zeigen aber eine aufsteigende Tendenz.

An der Spitze des Feldes segelten zwei italienische Mannschaften. Sie überholten die Amerikaner um den neuseeländischen Taktiker Cameron Appleton erst im letzten Lauf.

Quelle: www.segelreporter.com

 

   

Audi Sailing Series 1 Napoli

Der Einstieg in die hochprofessionelle Melges-32-Klasse hat sich für das deutsch-dänische „IMMAC“-Team um Christian Soyka (SV Itzehoe) als die erwartet schwierige Aufgabe erwiesen. Beim ersten Event der Audi Sailing Series vor Neapel musste die Crew noch dem winterbedingten Trainingsrückstand und der Unerfahrenheit in dieser Klasse Tribut zollen und mit Rang 21 unter 22 Mannschaften vorlieb nehmen. An der Spitze des Feldes regierte America's-Cup-Herausforderer Vincenzo Onorato (Italien) mit Taktiker Francesco Bruni vor der US-amerikanischen „Samba Pa Ti“ von John Kilroy mit dem australischen Taktiker Nathan Wilmot, Olympiasieger von 2008.

Trotz des vorletzten Ranges in diesem hochkarätigen Feld zeigte die Lernkurve der „IMMAC“ deutlich nach oben. „Am Anfang waren wir noch klar das langsamste Boot im Feld, hatten das Boot völlig vertrimmt“, berichtete der viermalige X99-Weltmeister Soyka. Nachdem das Team aber die Trimmtabellen über Bord geworfen und entsprechend der Konkurrenz mehr Druck auf die Systeme gegeben hatte, lief es gleich besser. „Ab da konnten wir mit dem Mittelfeld mitfahren, mussten aber immer noch feststellen, dass es bis zur Spitze noch ein Stück ist. Ich habe noch nie eine Klasse erlebt, in der Fehler so hart bestraft werden“, sagte Soyka. „Manchmal kamen wir als Fünfte an der ersten Tonne an, wurden dann aber schnell wieder durchgereicht. Und es ist alles so eng, dass man auf Steuerbordbug keinen Platz an der Tonne findet. Wir haben so manchen Penalty gedreht und haben uns dann ganz hinten wieder eingereiht.“

Und auch im Bootshandling müssen die Nordlichter noch nachlegen. Bisher fehlen gegenüber den erfahrenen Teams diverse Trainingsstunden. Während es bei leichten Winden schon ganz ordentlich lief, zeigten sich die Nachteile bei den Starkwindwettfahrten mit bis zu 25 Knoten deutlich. „Immerhin ist alles heil geblieben. Und Spaß hat es auch gemacht. Dass es so eng ist, ist ja gerade die Faszination. Vor dem nächsten Event in Scarlino Ende April werden wir mit ein paar Konkurrenten trainieren und wollen dann versuchen, schon mal ins Mittelfeld vorzustoßen“, so Soyka.

 

Wintertraining

Nach erfolgreicher Übergabe und Transfer nach Laboe sind wir fast jedes Wochenende auf dem Wasser und haben sehr viel Spaß dabei. Das Erlebnis dieses wunderbaren Bootes lässt alle Kälte sofort vergessen (Der Winter ist nur eine Sommerpause!). Bilder vom Training sind im Galeriebereich zu finden und das erste Video ist auch online!

   

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